© Philipp Steil * 2013
Erstellt mit MAGIX Im Jahre 1988 brachte Dual den CS 505-3 auf den Markt. Der 505-3 ist vollständig manuell zu bedienen - d.h. der Tonarm wird mittels Lift am Anfang der Rille aufgesetzt und hebt lediglich am Ende automatisch ab - mit Abschaltung des Antriebsmotors. Beim Tonarm wurde die bewährte U.L.M (UltraLowMass)-Technik eingesetzt mit einem Tonarmkopf aus Carbon-Fiber, der verwindungssteifer ist als Aluminium und dabei um das Doppelte leichter. Angetrieben wird der Plattenspieler mit einem 16pol. Synchronmotor über einen präzisionsgeschliffenen Flachriemen. Ein Full-Size-Floating Chassis verhindert wirksam Störungen durch Trittschall und akustische Rückkopplung. Standardausstattung beim Tonabnehmer war das MM-System U.L.M 65 E mit elliptischer Nadel. Meinem Exemplar hatte ich ein U.L.M 68 E und eine Ortofon DN 20 NE - Abtastnadel spendiert. Die "Aufrüstung" dankt der Dreher mit noch mehr Präzision und Dynamik in der Wiedergabe. Der Verkaufspreis lag 1988 bei ca. 500,-- DM. Dual CS 505-3 Audiophile Concept Tonkopf/Systemhalterung aus Carbon-Fiber für Systeme im 1/2 Zoll Standard Kardanische Tonarm-Lagerung mit Gegengewicht + Skating-Regler Der CS 503-2 in Komplett-Ansicht Ab 1990 folgte der "kleine Bruder" des 505ers - der DUAL CS 503-2 Audiophile Concept. Der Plattenteller wird durch einen Riemenantrieb mittels tacho-geregeltem Gleichstrommotor angetrieben. Das Netzteil ist zur Vermeidung von Stör-Einstreuungen vom Gerät getrennt. Dazu gab's serienmässig einen Magnet- Tonabnehmer vom Typ Dual ULM 63 E - mit einem biradial geschliffenen Abtastdiamanten DN 163 E (vgl. Ortofon OMB10). Die Ausstattung ist auch hier eher puristisch: Gehäuse aus MDF, Subchassis aus Stahl mit der Mechanik zur Tonarmsteuerung - auf Gummielementen gelagert. Manuell zu bedienender Tonarm-Lift, Geschwindigkeits-Umschaltung 33 / 45 Umin und am Ende der Rille wird der Tonarm abgehoben und der Antrieb ausgeschaltet. Trotz der Folienbeschichtung wirkt das Chassis wertig und ist blitzsauber verarbeitet. Der einzige Kritikpunkt an diesem Dreher ist das schwachbrüstige Antriebsmotörchen, das gelegentlich auch zu geräuschvollem Lauf neigt. Verkauft wurde das schöne Stück 1990 für ca. 400,-- DM. Einstufung der Zeitschrift "Stereoplay" ebenfalls 1990 "Spitzenklasse III". Dual CD5150RC Audiophile Concept Es ist ein offenes Geheimnis, daß einige Geräte der Audiophile Concept-Serie, Ergebnis einer Zusammenarbeit mit ROTEL sind - was sich auch beim Board-Layout diverser Verstärker (CV5600) oder besonders deutlich beim äußeren Erscheinungsbild des oben gezeigten CD-Players CD5150 RC feststellen lässt. Bei letzterem können die Bedienungsanleitung und die Fernbedienung 1:1 vom Rotel RCD 855  übernommen werden. Das Gehäuse ist ganz aus Metall und präsentiert sich kantig-schlicht. Die Front wird durch eine massive Platte aus gebürstetem Aluminium gebildet. Es sind auch hier - serientypisch - wenige Bedienungselemente vorhanden, dazu gehört die IR-Fernbedienung RC 500. Damals noch nicht selbstverständlich, hatte der 5150 außer den vergoldeten Analog-Ausgangsbuchsen auch einen Koaxial- Digitalausgang. Bei dem eingesetzten Laufwerk handelt sich sich um das bewährte Philips CDM 4/19 mit Schwenkarm-Technik. Die Umwandlung der Bit-Pakete übernimmt ein Doppel-16-Bit D/A-Wandler vom Typ TDA 1541, ebenfalls von Philips. Ein Blick auf das Innenleben des CD-Players Die ausgefahrende CD-Lade des 5150 RC Dual CD5070RC Audiophile Concept Der einfachere, der beiden CD-Player dieser Serie. Insgesamt noch etwas puristischer gehalten als sein Bruder,  bleibt es doch ein Geheimnis, wieso Dual diesem Player einen regelbaren Kopfhörerausgang spendiert hat - und dem 5150 RC nicht? Aufgrund der völlig anderen Bauweise und des abweichenden  ist es auch anzunehmen, dass der 5070 von einem anderen Hersteller (Denon?) als der 5150 gebaut wurde. Das zeigt sich nicht nur bei der Lasereinheit sondern auch im Falle des D/A-Wandlers - während beim 5150 der bewährte Philips TDA 1541 seinen Dienst tut - hat man beim 5070 auf einen 16-Bit Wandler (PCM56P) des nicht weniger renommierten Herstellers Burr-Brown zurückgegriffen. 90er Jahre Ein Blick auf das Innenleben des 5070 RC Der Burr-Brown D/A-Wandler HiFi-Tuner CT 5750 Er bietet die Möglichkeit, bis zu 20 Stationen abzuspeichern, autom. und manuelle Feinabstimmung, Sendersuchlauf, zusätzliche Rauschunterdrückung, AM/FM, und passt ansonsten durch das Design perfekt zum CD-Player. Der Ct 5750 mit geöffnetem Deckel Beim CC5850 RC Audiophile Concept ist die obligatorische, schwarze Front aus Aluminium auch wieder Kennzeichen der Serie. Das 5850 wurde mit 2 Motoren + 3 Köpfen ausgestattet. Es ist für Normal- CRO2- und Metall-Cassetten geeignet, Dolby B und C sind ebenfalls mit an Bord. Besonderheiten: Manueller Bias- Einsteller, MPX-Filter, autom. Banderkennung, Multifunktionsdisplay mit Peak-Hold Anzeige und digitalem Bandzählwerk. An Aufwand für das Wesentliche - guten Klang - hat Dual nicht gespart: Sowohl die Messwerte als auch einfach nur der Sound, können überzeugen - z. B. Übertragungsbereich bei Metal- Tapes 25 - 19000 Hz ! Beim Blick in das Innenleben fällt der schräggestellte Netztrafo auf - nein, der Konstrukteur war nicht betrunken - das ist die billigste Methode um den Einfluss von Streufeldern auf die Platinen-Elektronik zu reduzieren - übrigens ist auch bei diesem Gerät die Nähe zum ROTEL RD 865 nicht zu übersehen. Das Hifi-Cassetten Deck: CC5850RC Der Verstärker CV 5670 Audiophile Concept ..das Innenleben vom CC5850 das Anschlussfeld des CV 5670 der CV5670 bietet Anschlussmöglichkeiten für 2 Lautsprecherpaare Das Innenleben des Verstärkers - links der abgeschirmte Ringkerntrafo Schon die maximale Leistungsaufnahme von 500 Watt lässt vermuten, dass man es hier nicht mit einem Leichtgewicht zu tun hat, dem man aber Unrecht tun würde, wollte man seine Fähigkeiten nur auf "Lautstärke" reduzieren! Der 5670 ist der einzige Verstärker der Audiophile Concept - Serie, dem Dual einen streufeldarmen  Ringkerntransformator spendiert hat. Die Sinus-Leistung an 8 Ohm liegt bei 2 x 100 Watt bei einer Leistungsbandbreite von 6-95000 Hz und einem Klirrfaktor (bei 2/3 Leistung) von < 0.01 %. Die Eingangsbuchsen für MM/MC-Tonabnehmer (getrennt) und CD sind vergoldet. Ein Blick auf die Rückseite mit dem Anschlussfeld und den Lautsprecher-Ausgängen. Die CD + MC-Phono-Eingänge sind per Direktschaltung auf der Front zuschaltbar, wobei dadurch auch die Signalwege "direkter" werden. Für den CD- Hochpegeleingang wird ein Signal-Rauschabstand von 100 dB angegeben. Weniger "berauschend" (ein Wortwitz...) ist beim 5670 leider der MC-Phono-Eingang: Dieser rauscht nämlich durchaus und macht beim Einsatz eines entsprechenden Tonabnehmers eher einen externen MC-Vorverstärker sinnvoll. Wirft man einen Blick unter die Haube, fallen außer dem schweren, durch eine Metallhülle abgeschirmten Trafo auch die 4 x 8200 µF-Elkos und die 8 Leistungstransistoren in der Endstufe auf. Auch dieser DUAL war 1991 der "Stereoplay" gut genug, um die Note "Spitzenklasse III" zu verleihen. Der Kaufpreis damals - ca. 800,-- DM.