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© Philipp Steil * 2013 90er Jahre Die Stationstasten des CT 19 für sechs UKW-Feststationen - darunter die Regler für den Stereo-Trigger und Muting-Trigger. Eine Innenansicht der Eingangs- bzw. Abstimmungsplatine. Ja, liebe Kinder, das Ding auf der linken Seite ist ein "Drehkondensator" - damit wurden zu Opas Zeiten die Sender eingestellt... CT 19 Als ideale Ergänzung zum CV121 passte - auch optisch abgestimmt - der CT 19. Wer Tuner und Verstärker lieber in einem gemeinsamen Gehäuse haben wollte, wurde im DUAL-Sortiment natürlich auch fündig: Hier zu sehen als das Modell CR230. CR 230 - Receiver Stationstasten und Regler Der CR230 unterstützt keine "echte" Quadrophonie-Wiedergabe, denn er besitzt nur 2 Endstufen. Es wird ein einfaches Verfahren angewandt, welches aus dem Links/Rechts-Signal der Stereoübertragung die Informationen gewinnt. CV 121 Mitte der 70er Jahre gehörte der CV120 und als Nachfolger nur geringfügig verändert der CV121 bereits zu den höherwertigen Modellen der Dual-Familie. Es gab ihn (wie hier zu sehen) in Nußbaum und weiß. Die Schieberegler waren damals "in" und sollten den Geräten wohl einen studiomäßigen Touch verleihen. Vorteil bei den hier eingebauten Reglern: Sie sind nach hinten offen und lassen sich somit leicht reinigen - was bei älteren, kratzenden Reglern ein großer Vorteil gegenüber den kleineren und geschlossenen Dreh-Potis ist. Technik: Netzteil mit streuarmem Schnittbandkern-Trafo und zwei Silizium-Brückengleichrichtern für getrennte Stromversorgung der Endstufen. Eisenlose Silizium-Gegentakt-Endstufen in elkoloser Brückenschaltung. Ausgangsleistung: 2 x 40 W Sinus-Dauertonleistung / 2 x 60 W Musikleistung  Klirrfaktor: < 0.2 % (bis 30 W Dauerton von 40 - 12500 Hz)  Leistungsbandbreite: 8 - 55000 Hz  Dämpfungsfaktor > 40  Fremdspannungsabstand (hochohmige Eingänge) 88 dB  Sechs Anschlussbuchsen (siehe unten)  Leistungsaufnahme: 160 W  Gewicht: 7,9 kg 5 Wellenbereiche: UKW, KW1, KW2, MW, LW Beleuchtetes Zeiger-Aussteuerungsinstrument Sechs UKW-Stationstasten Abschaltbare UKW-Scharfabstimmung (AFC) Abschaltbarer Stereo-Decoder mit regelbarer Umschaltempfindlichkeit Abschaltbare UKW-Stummabstimmung zur Rauschunterdrückung (Muting) Black-Out-Skala, leuchtet bei Betrieb grün. Empfangsbereiche - HF-Teil FM - 87 - 108 MHz LW 150 - 350 KHz MW 500 - 1650 KHz SW1 6,7 - 15,4 MHz SW2 5,6 - 6,6 MHz Trennschärfe FM > 86 dB Technische Daten - NF-Teil Ausgangsleistung: Sinus 2 x 20 W / Musik 2 x 30 W Leistungsbandbreite: 25 Hz - 40 kHz Klirrfaktor: (bei 15 W und 1000 Hz) < 0,3 % Leistungsaufnahme: 105 W Gewicht: 7,7 kg Wer Tuner und Verstärker lieber in einem gemeinsamen Gehäuse haben wollte, wurde im DUAL- Sortiment natürlich auch fündig: Hier zu sehen als das Modell CR230. Alles auf einmal... die KA230 Eine Kombination aus Receiver (CR230) und Plattenspieler (1226) stellte die Kompakt-Anlage KA230 dar, die es ab 1977 im Handel gab. Wer auch noch passende Boxen dazu haben wollte, konnte die Anlage als "KA 230-2 L" kaufen - mit 2 Lautsprechern vom Typ CL240. Die technischen Daten von Tuner + Verstärkerteil sind mit dem Receiver CR230 identisch - siehe oben... ...die KA230 nach dem Entfernen des Plattenspielers der Tonarm mit dem Abtastsystem Shure M75 D der Plattenspieler 1226 der KA 230 in Draufsicht Mit dem 1226 wurde der Kompaktanlage bereits ein Automatik-Plattenspieler mit respektabler Leistung spendiert. Der Prospekt-Text nennt hier unter anderen einen "..verwindungssteifen, gewichtsbalancierten Alu- Rohrtonarm, vorbereitet für CD4-Quadrophonie-Wiedergabe durch kapazitätsarme Tonarmleitungen" - oder auch eine "stufenlos regelbare Antiskating-Einrichtung mit Skalen für konische und elliptische Abtaststifte sowie CD4- Abtastung".  Weitere Daten... Antrieb: Dual-Einphasen Asynchronmotor, 4-polig, radial-elastisch gelagert Plattenteller: Druckguß, nichtmagnetisch, 1,8 kg, Durchmesser 270 mm Gesamt-Gleichlauffehler: < +/- 0,12 % Störspannungsabstand - Rumpel-Geräuschspannung: >57 dB Übertragungsbereich: 20 - 20000 Hz Tonabnehmer: Shure M 75 Type D, empfohlene Auflagekraft 2,5 p Ein nicht zu unterschätzender Einstieg in die HiFi-Klasse war der zwischen 1970 und '72 gebaute DUAL 1215. Er gehörte zu den Plattenspielern, bei denen die Antriebskraft durch ein "Treibrad" auf den Innenrand des Plattentellers übertragen wurde. Konstruktionsbedingt neigen diese Antriebe zwar etwas mehr zum Rumpeln als die später folgenden Riemen- oder Direktantriebe, aber auffällig wird auch das nur bei stark verschlissenen Treibrädern. Der Vorteil des Antriebs liegt in der Robustheit und der hohen Kraftübertragung, was z.B. beim 1219/1229 problemlos möglich machte, große und schwere Plattenteller (über 3 kg) einzusetzen. Der 1215 hat den kleineren, nur 1,9 kg schweren und 27 cm durchmessenden Plattenteller. Anstelle des oft verwendeten Rohrtonarms findet hier ein Profiltonarm aus schwarz eloxiertem Alu Verwendung. Eine Antiskating-Einstellung ist nicht zu sehen - was aber keineswegs bedeutet, dass er keine hat! Bei diesem DUAL wurde sie direkt mit der Verstellung der Auflagekraft gekoppelt - was sinnvoll ist, da beide Einstellregler normalerweise ohnehin auf den gleichen Wert eingestellt werden - Ausnahme: Nassabtastung. KA 230 Dual 1226 Dual 1215 Tonkopf - ausserdem Start-/Stop-Hebel und Wahlhebel für Plattengrößen Ausgleichsgewicht und Auflagekraft-Einstellung Antrieb: Vierpoliger, magnetisch geschirmter DUAL-Einphasen Asynchronmotor Plattenteller: Nichtmagnetisch, 1,9 kg schwer, 27 cm Durchmesser Drehzahlen: 33 1/3, 45, 78 U/min. Tonhöhenabstimmung: Regelbereich 6 % auf alle Drehzahlen wirkend Gleichlauf: < +/- 0,12 % Rumpelgeräuschspannungsabstand: >= 57 dB Tonarm: In allen Bewegungsrichtungen ausbalancierter HiFi-Tonarm mit extrem geringer Masse . Lagerreibung vertikal < 0,01 p / horizontal < 0,04 p Tonabnehmerkopf: Geeignet für alle Systeme mit 1/2 " Befestigung, abnehmbar. Tonabnehmer: Shure M75 D Der Neupreis des 1215 in der nussbaumfarbenen Konsole lag bei 364,00 DM (Preisliste Dez. 1970) Der erste von zwei Treibradlern mit der großen Platine war der Dual 1219. 1972 auf den Markt gebracht als vollautomatischer Plattenspieler mit hohem Qualitätsanspruch, fuhr der 1219 bei der Fachpresse einhellig gute und beste Kritiken ein. Eine Besonderheit war die kardanische Tonarm- aufhängung, die es in der Form nur noch bei dem Modellen 1218 und 1229 gab. O-Ton Dual-Prospekt: "Erstmals ist der Tonarm eines Automatikspielers für beide Bewegungsrichtungen in gehärteten und feinstpolierten Stahlspitzen gelagert und kardanisch aufgehängt.Bei dieser Ring-in-Ring-Anordnung bewegt sich derTonarm vertikal um die horizontale Achse des inneren Ringes. Der Tonarm und der innere Ring zusammen bewegen sich horizontal um die vertikale Achse des äusseren Ringes." Hier ist der 1219 in einer der vielen Varianten zu sehen: Unter dem Markennamen "WEGA" und der Typenbezeichnung 3420 wurde der DUAL 1972 zu einem Preis von 695,00 DM angeboten. Als Tonabnehmer wurde serienmäßig ein Dual DM103M-E mit elliptisch geschliffenem Abtastdiamanten verbaut. Mein Exemplar habe ich mit einem Shure M95 und dem dazu passenden Abtaster N95ED ausgestattet. Die recht solide gemachte Zarge aus MDF mit der Front in weißem Schleiflack und den dunkelgrauen Seiten, wirkt auch heute noch nicht "altmodisch". Optisch abgerundet wird das Ganze durch die dunkel getönte, an den Seiten offene Haube. Praktisch finde ich bei der Wega-Zarge den abschraubbaren Boden,wodurch die Kinematik des Plattenspielers zugänglich wird, ohne das Chassis aus der Zarge zu heben. Antrieb: Vierpoliger, magnetisch geschirmter Dual "Synchron Continuous Pole" - Motor Plattenteller: Nichtmagnetisch, 3,1 kg schwer, aus Druckguß, 305 mm Durchm., dynamisch ausgewuchtet. Gleichlaufschwankungen: < +/- 0,06 % nach DIN 45507 Rumpel-Geräuschspannungsabstand: > 60 dB nach DIN 45500 Tonarm: Verwindungssteifer, überlanger Ganzmetall-Tonarm mit kardanischer VierpunktSpitzenlagerung Lagerreibung: Vertikal: 0.007 p / horizontal: 0.015 p Tonabnehmerkopf: Abnehmbar, geeignet zur Aufnahme aller 1/2” Tonabnehmersysteme  Tonarm mit dem MM-Magnetsystem - Standardsystem war das Shure M91 MG-D. Hier wurde ein Shure M95 verwendet. die beschriebene Kardan-Aufhängung mit dem vibrationsgedämpften Gegengewicht. Ausserdem zu sehen, sind die Einstellregler für Auflagekraft und Antistating, sowie der "Mode Selector" - zur wahlweisen Einstellung für Einzel- oder Wechslerbetrieb Blick von unten auf Antrieb und Kinematik des 1219 Der hier gezeigte 1219 hatte offensichtlich etliche "Dachboden-Jahre" hinter sich. Am deutlichsten zeigte sich das bei meinem ersten Inbetriebnahme-Versuch - der Motor lief (auch schon was) aber der Verstellhebel für Drehzahleinstellung und somit auch für das Treibrad - lies sich nicht bewegen. Eine Krankheit, die viele Treibradler plagt, die lange Zeit unbenutzt herumstanden und durchaus heilbar ist - allerdings kommt man dabei um das komplette Zerlegen, Reinigen und neu Schmieren der Mechanik nicht herum - das sieht dann so aus... Auch das Tellerlager wird mechanisch stark beansprucht und sollte bei einem 30 Jahre alten Plattenspieler gesäubert und neu geölt werden. Es lässt sich leicht öffnen durch vorsichtiges Aufbiegen der 3 Metall-Laschen - und kann dann in seine Einzelteile zerlegt werden.  Sind Kugeln unrund oder weisen die beiden Laufringe Druckstellen auf, dann ist das Tellerlager defekt und muss getauscht werden. Ansonsten genügt das Entfernen von Schmier- oder Ölresten und eine neue Ölfüllung. Spezial-Öl ist nicht notwendig - 1 bis 2 Tropfen normalen Motoröls genügen hierfür. die Geschwindigkeitseinstellung des 1219 - hier in seine Einzelteile zerlegt Das Tellerlager des 1219 - hier noch komplett ..das gleiche Tellerlager - jetzt aber zerlegt zum Reinigen und Schmieren Dual 1219 / Wega 3420 Zwischen 1972 und 1974 gebaut, markiert der DUAL 1229 das Ende einer Generation: Er war der letzte der großen, durch ein Treibrad angetriebenen Plattenspieler. Vieles hat er mit seinem Vorgänger 1219 gemeinsam - so richtig neu beim 1229 war eigentlich nur das eingebaute Leuchtstroboskop. Der 1229 ist ein vollautomatischer Plattenspieler mit der Möglichkeit des Wechslerbetriebs über eine Zusatzachse. Ich habe diese Möglichkeit nie genutzt, da es mir davor graust, meine Platten aufeinander fallen zu lassen. Damit diese Achse auch bei aufgesetzter Haube benutzt werden kann, ist die Zarge höhenverstellbar. Dadurch dass zwei Teile gegeneinander beweglich sind, leidet allerdings die mechanische Stabilität der Zarge - sie wirkt etwas "klapprig". Ein sehr praktisches Detail ist die "Klapp-Schiebe-Haube" - man kann den Frontteil öffnen und zurückschieben - wodurch der Plattenspieler bedient werden kann, ohne die Haube komplett zu öffnen oder abzunehmen. Dual 1229 Der Tonarm des 1229 ist ein verwindungssteifer Ganzmetallarm mit extrem geringer Schwingmasse. Die Auflagekraft wird durch eine Spiralfeder erzeugt. als Abtastsystem ein Dual DM103 M-E mit dem Shure M91 ED Nadeleinschub Der Antriebskonus und das Reibrad für die Kraftübertragung auf den Plattenteller Der Tonarm ist für beide Bewegungsrichtungen in gehärteten und feinstpolierten Stahlspitzen gelagert und kardanisch aufgehängt. Diese Präzisionslagerung ist praktisch reibungsfrei und bietet dem Tonabnehmer-System optimale Abtast-Bedingungen. Damit bei Wechslerbetrieb der vertikale Spurfehlwinkel nicht abweicht, wird die gesamte Tonarmbasis automatisch angehoben, so dass der Tonarm immer parallel zur Mitte des Plattenstapels (bis zu 6 Stück) steht. Das imposante Gesamtgewicht des Plattenspielers wird zu einem großen Teil von dem alleine schon 3,1 kg schweren, dynamisch ausgewuchteten Plattenteller und dem bewährten "Synchron- Continuous-Pole"-Motor bestimmt. Auch hier gab es unter dem Markennamen WEGA 3430 den DUAL 1229 in einer anthrazit-farbenen Zarge mit bräunlich getönter Plexiglas-Haube. Für diese Zarge wurde nicht mehr (wie beim Modell 3420) MDF verwendet, sondern ein Kunststoffmaterial (vermutlich Polyesterharz). Die Bodenplatte ist wieder - servicefreundlich - abnehmbar und aus Stahlblech. Im direkten Vergleich zum Dual 1229 in der (leider recht klapprigen - s.o.) Original-Zarge CK-21 macht die Wega-Zarge einen deutlich solideren Eindruck und wird dem Qualitätsanspruch des Plattenspielers besser gerecht. mit dem Dual 1229 Plattenspieler Beim Modell WEGA 3430 wurde standardmässig das Shure DM 101-MG verbaut und kostete in dieser Variante 715,00 DM. Seit 1975 gibt es den DUAL CS 601. Er war der erste Automatik-Plattenspieler mit Riemenantrieb (Belt-Drive) bei DUAL. Der Plattenspieler dürfte zu seiner Zeit zwischen 400,00 und 450,00 DM über den Ladentisch gegangen sein. Der Plattenteller wird durch einen Acht-Pol-Synchron-Motor über Präzisions-Flachriemen angetrieben. Der Plattenteller aus Zink-Druckguß ist dynamisch ausgewuchtet und 1,3 kg schwer - die gesamte Drehmasse beträgt incl. Antriebsteller (aus Alu-Druckguß, an Kardanische Tonarmaufhängung + Gegengewicht Starthebel und Leuchtstroboskop Der verwindungssteife Alu-Rohr-Tonarm ist in einer kardanischen Vierpunkt-Spitzenlagerung aufgehängt. Der 601 kann mit 33 1/3 oder 45 U/min. betrieben werden. Die Einstellung der korrekten Drehzahl erfolgt über eine manuelle Feinregulierung und kann über ein eingebautes Leuchtstrobokop kontrolliert werden. Der 601 wurde mit einem Tonabnehmersystem Typ Dual M 20 E ausgeliefert. Die serienmäßige Abtastnadel DN 350 mit biradial geschliffenem Diamanten ist für eine Auflagekraft von 1 p vorgesehen (0,5 - 1,2 p). Der 601 von "unten" Hier kann auch mal ein Blick "unter die Haube" des 601 geworfen werden. Links oben der gummigelagerte Synchronmotor, rechts ist größtenteils die Mechanik zum Heben und Senken bzw. autom. Aufsetzen und Rückführen des Tonarms untergebracht. Erstaunlich ist immer wieder, wie gut die Geräte einen Zeitraum von 30 Jahren überdauern und - falls überhaupt nötig - oft mit nur geringen Mitteln wieder zu einwandfreiem Funktionieren gebracht werden können. Das hier beschriebene Exemplar benötigte nur eine Instandsetzung des sog. "Steuerpimpels" (der heißt wirklich so...) sowie eine gründliche Politur von Chassis und Gehäuse um "wie neu" auszusehen und auch so zu funktionieren. Tellerlager komplett    und      zerlegt Der Automatikspieler Dual 1249 wurde auf der Funkausstellung 1975 zum 75-Jährigen Firmenjubiläum vorgestellt. Dual präsentierte ihn als eigentlichen Nachfolger des Topmodells 1229 und als Beginn einer neuen Modellreihe. Mit ihm verabschiedete Dual sich endgültig vom Antriebskonzept des Treibrades und ging zu riemen- bzw. direktangetriebenen Plattenspielern über. Der Riemenantrieb des 1249 wurde direkt vom 601 übernommen - darüber hinaus gibt es aber deutliche Unterschiede. So wurde etwa der Tonarm und die Lagerung neu gestaltet und wirkt "wertiger" als beim Einfachspieler 601. Zudem bietet der 1249 als Plattenwechsler auch die vom 1229 schon bekannte Höhenverstellung des Tonarms. Für die Drehzahleinstellung besitzt der Plattenteller, am Rand eingefräste Stroboskopmarkierungen und liegt (wie beim 601) auf einem kleineren Subteller auf. Zur Einstellung der Skating-Kompensation wird eine waagerecht eingelassene Skalenrolle mit einer dreiteiligen Skala verwendet: Sie erlaubt abweichende Einstellungen für unterschiedliche Nadelschliffe - sphärische, biradiale (elliptische) und CD4 (quadrotaugliche) Nadeln. Ein Blick auf die Kinematik des 1249 zeigt einen weiteren Trend: Erstmals wurden für die Lagerbrücke und den Haupthebel kein Metall, sondern ein schwarzes Kunststoffmaterial eingesetzt Der Tonarm ist höhenverstellbar, für die Skating-Kompensation gibt es 3 Skalen Tests bescheinigtem dem 1249 hervorragende Eigenschaften was Gleichlauf und Abtastfähigkeit angeht, was sowohl für das neue Antriebskonzept als auch den modernisierten Tonarm sprach. Antrieb: Dual Acht-Pol-Synchronmotor über Präzisions-Flachriemen auf Antriebsteller Anlaufzeit bis Nenndrehzahl: 2 Sek. bei 33 1/3 U/min. Plattenteller: nichtmagnetisch, dynamisch ausgewuchtet, 305 mm Durchmesser, Gesamtmasse mit Antriebsteller 2,1 kg. Drehzahler: 33 1/3 und 45 U/min. Gesamt-Gleichlauffehler: < +/- 0,06 % Rumpel-Geräuschspannungsabstand: > 63 dB Tonarm: verwindungssteifer Ganzmetall-Tonarm in kardanischer Vierpunkt-Spitzenlagerung Wirksame Tonarmlänge: 222 mm Tonarm-Lagerreibung - vertikal: < 0,07 mN (0,007 p) - horizontal: < 0,16 mN (0,016 p) Auflagekraft: von 0 - 30 mN (0 - 3 p) stufenlos regelbar, betriebssicher aber 2,5 mN (0,25 p) Als Standart-Tonabnehmersystem wurde bei dem 1249 das Shure DM103 ME eingebaut. Der Verstärker: CV 1200 Mit den Geräten dieser - Dual-International - genannten Serie hatten sich die Schwarzwälder Ende der 70er Jahre von den Holzgehäusen und dem etwas biederen "Wohnzimmer-Image" der Vorgänger verabschiedet. Glücklicherweise wurde dabei nicht zu sehr der Rotstift angesetzt: Frontplatte und Bedienknöpfe wurden aus Aluminium gefertigt und verleihen dem CV1200 ein wertiges Aussehen. Deckel und Bodenplatte sind Stahlblech und mit reichlich Belüftungsöffnungen versehen - die beiden abnehmbaren Geräteseiten bestehen aus schwarzem Kunststoffmaterial.     2 x 40 Watt Sinus, 2 x 60 Watt Spitzenleistung     Übertragungsbereich 15 - 25000 Hz     Klirrfaktor < 0,2 %     Leistungsbandbreite 10 - 40000 Hz     Fremdspannungsabstand (hochohmige Eingänge) 85 dB     Anschlussmöglichkeit für 2 Lautsprecherpaare     Kopfhörer + Mikrofonanschluss     Elektronische Strombegrenzung bei Kurzschluss der Endstufen (Schutzschaltung)     Leistungsaufnahme 230 Watt Ein Teil des Bedienfeldes mit den Eingangswahlschaltern. Eine Taste für "CD" fehlt - denn dieses Medium kam erst ein paar Jahre später. Allerdings lassen sich CD-Player problemlos an den anderen Hochpegel-Eingängen (z.B. Tape) betreiben. ein Blick auf die Klangregel-Platine des CV1200 - Potis im Metallgehäuse - damals noch üblich - heute nur in "besseren" Geräten zu finden. Ansicht des Verstärkers bei geöffnetem Gehäusedeckel: Auf der linken Seite sind die Kühlkörper für die Endstufentransistoren zu sehen und dazwischen die Endstufenplatine. Der Netztrafo wird durch das gelochte Stahlblech-Gehäuse abgeschirmt. Die Unterseite des CV1200. Auffällig sind dabei die langen Stangen aus Aluminium - sie verbinden die Druckschalter der Frontseite mit den Schaltern auf der Eingangsplatine.  Eine effektive Methode, um das Kabelgewirr zu reduzieren und Signalwege zu verkürzen. Der CV1200 wurde zwischen 1978 und 1980 gebaut und gehörte somit auch zu den letzten Geräten, die das Prädikat "Made in Germany" tragen durften. Der Verstärker CV 1600  Ein weiterer Endsiebziger in meiner Sammlung ist der CV 1600. Wie auch beim CV 1200 dominiert hier Metall statt Holz - obwohl es den Verstärker auch in einer Variante mit Holzseitenteilen gab. Mein Exemplar gehört zu den etwas jüngeren Modellen, bei denen die Seitenteile aus Kunststoff sind. Ausgangsleistung hat er reichlich - die Zeitschrift "Stereo" hat bei einem Test 1977 festgestellt, dass die tatsächliche Sinusleistung um 50 % über der Werksangabe lag - in Zahlen: 2 x 126 Watt Sinus statt 2 x 80 Watt! Es können 3 Lautsprecherpaare angeschlossen werden - wovon man jeweils 2 Paare zusammen betreiben kann. Praktisch: Die Lautsprecheranschlüsse sind doppelt vorhanden - sowohl in DIN-Form als auch Klemmen für lose Kabel. Diese Doppelbelegung findet sich auch bei den Eingängen für Phono und Tuner. Die Klangregler sind getrennt für jeden Kanal vorhanden - eine Einrichtung, deren Sinn sich mir nicht ganz erschließt. Sehr sinnvoll dagegen ist die Konzeption der Regler - keine Potis sondern gerasterte Schalter über Festwiderstände arbeitend. Der Blick auf die geöffnete Unterseite des CV 1600 zeigt ganz unten die Eingangsplatine, darüber die Kühlkörper mit den 4 Leistungstransistoren und rechts daneben die beiden Siebelkos mit jeweils 10 000 mF. Unter dem gelochten Abschirmgehäuse befindet sich der Schnittbandkern-Trafo. Links daneben die beiden Platinen (recht praktisch, da gesteckt) mit den Treibertransistoren     Musikleistung: 2 x 120 Watt (Werksangabe)     Sinusleistung: 2 x 80 Watt     Übertragungsbereich: 10 - 40 000 Hz     Klirrfaktor: < 0,15 %     Fremdspannungsabstand: Phono 68 dB, Hochpegel-Eingänge 88 dB     2 Mikrofone und 2 Kopfhörer anschließbar     52 Transistoren / 14 integrierte Schaltkreise     Elektronische Strombegrenzung und thermische Schutzschaltung zur Sicherung der Endstufen     Leistungsaufnahme 370 Watt     Gewicht: 13,6 kg     Der Handelspreis lag je nach Baujahr zwischen 1100,-- und 1200,-- DM Der DUAL 704 ist 1977 auf den Markt gekommen und damals (je nach Ausstattung) ab etwa  500,00 DM zu haben gewesen. Ich bin zu dem schönen Stück allerdings erst sehr viel später gekommen - genauer gesagt, im Herbst 2005. Es handelt sich hierbei um einen sog. "Semi-Automatikspieler" - was eigentlich nichts anderes bedeutet, daß der Tonarm manuell zur Rille geführt werden muß und am Ende eine Abschaltung des Antriebs mit Abheben des Tonarms erfolgt. Der Mitlaufbesen (Canton) gehörte allerdings nicht zur Serienausstattung. Alu-Druckguß-Plattenteller, Durchm.: 30 cm Elektronisch geregelter Direktantrieb Tonhöhenabstimmung (Pitch) Leuchtstroboskop Kardanisch aufgehängter Tonarm mit 4-Punkt Spitzenlagerung Zweifach-Anti-Resonator Dreiskalige Antiskating-Einrichtung Vertikale Tonarm-Verstellmöglichkeit Pilot-Lift und Rillenfinder Magnet-System Shure V15 Typ III Die Tonarm-Aufhängung des 704, im Vordergrund ist das Einstellrad der Antiskating-Einrichtung zu sehen - dahinter die Tonarm-Höhenverstellung - ein sinnvolles Detail, wenn z.B. auf den Plattenteller zusätzliche Matten gegen statische Aufladung oder zur Resonanzdämpfung aufgelegt werden. Der 704 wurde serienmäßig mit einem MM-System Shure V-15 Typ III ausgeliefert, was damals durchaus zu den besten seiner Art gehörte. Die Abtastnadel ist eine DUAL DN 352 (Shure VN 35 E-M) mit einem elliptisch geschliffenen Diamanten. Das V15-III kann mit einer Auflagekraft von 0,5 bis 1,2 p betrieben werden (empfohlen 1p). Der Übertragungsbereich  beträgt 20 - 20000 Hz. die kardanische Tonarmlagerung - mit Höhenverstellung und Antiskating-Regler Die Abtastnadel ist eine DUAL DN 352 (Shure VN 35 E-M) mit einem elliptisch geschliffenen Diamanten. Das V15-III kann mit einer Auflagekraft von 0,5 bis 1,2 p betrieben werden (empfohlen 1p) Die passende Ergänzung zum CV 1600 war der Tuner CT 1440. Die Ausführung äusserlich genauso hochwertig - mit der Front aus gebürstetem Aluminium, Gehäuseboden- und Deckel aus Stahlblech und Drehknöpfe aus Alu. HiFi-Tuner mit 7 UKW-Programm-Speichern in Sensortechnik. FM-Empfangsbereich 87,5 - 108 MHZ Alle 4 Wellenbereiche mit Funktionsanzeige durch Leuchtdioden Regelbarer Stereo-Einsatzpunkt (Stereo-Trigger) Regelbare Rauschunterdrückung (Muting-Trigger) 3 Anzeigeinstrumente für Feldstärke, Frequenz und Center-Tuning AFC-Taste Flutlicht-Skala Integrierte Ferrit-Antenne Ein Blick in das geöffnete Gehäuse. Der Netztrafo wurde - um Einstreuungen zu vermeiden - unter einen Blechmantel gesetzt (rechts unten). Die 3 beleuchteten Drehspul-Instrumente und die Sensortasten. Den Tuner gab es in den Ausführungen braun-metallic (wie abgebildet) und silber-metallic. Er wurde etwa von 1978 bis 1980 in Deutschland  hergestellt. Tonbandgerät Dual TG 29 Als Hersteller von Tonbandgeräten hat sich Dual nicht unbedingt hervorgetan. Die zuletzt produzierte Bandmaschine wurde 1972 auf den Markt gebracht unter der Bezeichnung TG 29 CV als Einbaukomponente - oder als CTG 29 komplett in Konsole. Der stolze Preis in dieser Ausführung: 678,00 DM !      Drei separate Magnet-Köpfe für Aufnahme, Wiedergabe und Löschen     Getrennte Stereo-Verstärker für Aufnahme und Wiedergabe     Hinterband-Kontrolle     2 Bandgeschwindigkeiten: 9,5 cm/s oder 19cm/s     Vierspur-Technik     Stereo-Magnet-Köpfe mit hyperbolischem Ganzmetall-Kopfspiegel     Multiplay direkt schalt- und regelbar     Automatische Band-Endabschaltung über Fühlhebel gesteuert     4-stelliges Zählwerk (mechanisch) Regler und Aussteuerungsanzeigen Ein Blick auf das Innenleben des TG29. Technische Daten:     Magnet-Köpfe: 1x Doppelspalt-Ferrit-Löschkopf / 1 x Sprechkopf, Ringkernsystem /     1 x Hörkopf, Ringkernsystem     Tonhöhenschwankungen: bei 19 cm/s --> < +/- 0,10 %   / bei 9,5 cm/s --> < +/- 0,15 %     Frequenzbereich: bei 19 cm/s --> 30 - 20000 Hz / bei 9,5 cm/s--> 30 - 14000 Hz     Klirrfaktor <= 3 % bei 333 Hz, ausgesteuert bis 0 dB     Übersprechdämpfung Stereo: >= 50 dB Das TG 29 hat nach über 35 Jahren eine (verzeihliche) Schwachstelle: Oft verabschiedet sich nach wenigen Minuten Betriebsdauer zischend und stinkend ein 50 nF Entstörkondensator, der direkt am Spannungswahlschalter sitzt (Bild 1 ). Meist wird dabei auch die Primärseite des Netztrafos kurzgeschlossen und die 400 mA Feinsicherung brennt durch. Bild 2 zeigt die gleiche Stelle - aber bereits mit einem neuen 0,047uF Entstörkondensator.ACHTUNG: Dieser Austausch darf nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse vorgenommen werden! An dieser Stelle besteht Lebensgefahr durch Netzspannung! Ausserdem könnte durch ein ungeeignetes Ersatzteil das Gerät in Brand geraten! ...der defekte Kondensator ...und hier nach der Reparatur 1 2 ...wird fortgesetzt...